Gotische Woche


Programma

3-9. September 2012 
 
Woche zur gotischen Orgelkultur 

H. Vogel: Orgelkurs zur Gotischen Orgelmusik  
Vorträge und Orgelpräsentationen
Konzerte mit Super Librum 
  
Alte Kirche Rhede (Ems) / Ev.-ref. Kirche Rysum 
 
Gotische Orgel mit 6‘ und 8‘ – Register nach Arnaut de Zwolle erbaut von Winold van der Putten 
 
Orgelkurs zur Gotischen Orgelmusik
mit Prof. Dr. h.c. Harald Vogel 

Montag,     03.09.  Alte Kirche Rhede (Ems)
Dienstag,  04.09  Ev.-ref. Kirche zu Rysum 
 
Harald Vogel vermittelt die Spielweise und Ästhetik frühester Orgelmusik an Nachbauten gotischer Orgeln in der Alten Kirche zu Rhede (Ems) und an der spätgotischen Orgel in der Ev.-ref. Kirche zu Rysum.
 
Themen:
die Wendezeit von der pythagoreischen zur mitteltönigen Stimmung der Übergang von den breiteren Tastenmensuren vor 1430 zu den bis heute üblichen Tastenbreiten und ihr Einfluss auf die Applikatur die Windcharakteristika von Schmiedebälgen hist. Informationen über das Zusammenspiel von Glocken und Orgeln. 
Nach erfolgter Anmeldung erhalten die Kursteilnehmer eine
kommentierte Notengabe mit den Unterrichtsmaterialien 

Montag, 3.9.  ab 10.00 Uhr:  Kurs in der Alten Kirche Rhede  
  
Taubenei-Orgel  / Winold van der Putten für David Rumsey
Taubenei-Orgel / Neubau van der Putten 2012  
Portative von Winold van der Putten und von Walter Chinaglia
Rutland / Theophilus - Orgel aus Marsum / Winold van der Putten
Replik der Orgel von Aquincum (3. Jh) A. Schuke Potsdam Orgelbau 
GmbH / Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Mainz
Gotische Orgel nach Hugo von der Goes von Walter Chinaglia
Italienische Orgel (mitteltönig, um 1740), Truhenorgel (W. Chinaglia) 

19:00 Uhr Öffentliche Orgelpräsentation mit Harald Vogel
Harald Vogel stellt die neue van der Putten –Taubenei-Orgel vor  
 
Dienstag, 4.9. ab 10.00 Uhr: Kurs in der Kirche zu Rysum 
 
Spätgotische Orgel von 1457 / 1513, restauriert durch Ahrend & Brunzema 
 
Harald Vogel gilt als eine führende Autorität auf dem Gebiet der Interpretation der deutschen Orgelmusik aus Gotik, Renaissance und Barock. Er gründete 1972 die Norddeutsche Orgelakademie, um die alte Spielweise an originalen Orgeln zu vermitteln. Harald Vogel konzertierte und lehrte in aller Welt, wodurch viele Organisten maßgeblich beeinflusst wurden. 

Kursgebühr für den Orgelkurs : 80,-€ (exkl. Unterkunft)
ermäßigt für Schüler und Studenten:    40,-€ (exkl. Unterkunft) 
An den Folgetagen Mittwoch und Donnerstag besteht  die
Möglichkeit zum Üben und Studieren in der Alten Kirche zu Rhede   

Mittwoch, 05. September 15:00 Uhr  Öffentliche Führung
Rhede Alte Kirche Vorstellung der gotischen Orgeln 

Donnerstag, 06. September 15:00 Uhr  Öffentliche Führung
Rhede Alte Kirche Vorstellung der gotischen Orgeln 

Freitag, 07. September  Alte Kirche Rhede 10.00-18.00 Uhr 
Tag der Begegnung für Instrumentenbauer und Organisten  
Rutland / Theophilus-Orgel aus Marsum von Winold van der Putten
Taubenei –  Orgel  Winold van der Putten, 2012
Zwei Portative, erbaut von Winold van der Putten
Gotische Orgel nach Hugo von der Goes von Walter Chinaglia 
Portative und Truhenorgel von Walter Chinaglia   
   
16.00 – 18.00 Uhr Gesprächskonzert 
Die versammelten Instrumente erklingen für Besucher 
 
20:00 Uhr  Rysum Ev.-ref. Kirche Konzert Arp-Schnitger-Festival / Musikfest Bremen
Wol up ghesellen“   Eintritt 15,-€ /  erm. 12,-€

Eine musikalische Begegnung in der Kirche zu Rysum um das Jahr 1480
zwischen Musikern und Tänzern aus Friesland und Ferrara
Ensemble  Super Librum, Leitung Jankees Braaksma
Ensemble RenaiDanse

Das auf mittelalterliche Musik spezialisierte niederländische Ensemble
Super Librum und das schweizerische Tanzensemble RenaiDanse stellen in das Zentrum ihres Konzerts den Groninger Humanisten und Musiker Rudolf Agricola (1444-1485), der sich in den Jahren 1476-77 als Organist am Hofe von Ercole d’Este in Ferrara aufhielt. Das Programm
bietet Gregorianik, frühe Mehrstimmigkeit, instrumentale Consortmusik, Chansons und Tänze, dargestellt mit Gesang und Instrumenten. Es erklingen Werke aus der Casanatense Chansonnier, dem Segovia Codex, dem Bassetanzbüchlein aus Brüssel, den Tänzen von Domenico  
de Piacenza, Cancionero de Placio und dem Codex Breslau 2016.   
Für einige Programmpunkte wird die Rysumer Orgel einbezogen.
 
Samstag, 08. September  Alte Kirche Rhede 
Internationales Symposion zur gotischen Orgelkultur
„Anbruch einer goldenen Epoche – 
Die Vorläufer Arp Schnitgers im Orgelbau“ 

Demonstration einiger Repliken ältester Instrumente, Vorträge  über 
die Geschichte des Orgelbaus und die Orgelkultur von der Antike 
bis hin zur Gotik und Renaissance,  Konzerte mittelalterlicher Musik 
 
09.30Uhr Susanne Rühling: Nachbauten von antiken und Mittelalterlichen Orgeln aus dem römischen und byzantinischen Kulturkreisein. Beitrag zur Musikarchäologie
10.30 Uhr  Koos van de Linde:  Geschichte des Orgelbaus und 
Überblick über die ältesten Orgeln Teil 1 
11.30 Uhr Kaffeepause
11.45 Uhr Koos van de Linde Geschichte des Orgelbaus und  
Überblick über die ältesten Orgeln Teil 2
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Victor Timmer Die gotische Orgel von Scheemda 
14.30 Uhr Winold van der Putten: Das Musikleben  
in Amsterdam in gotischer Zeit und in der Renaissance 
15.00 Uhr Kurzvorstellung der Repliken David Rumsey, Winold van 
der Putten Susanne Rühling, Jankees Braaksma, 
16.00 Uhr Jankees Braaksma: Die Musiküberlieferung in der Region 
Groningen – Ostfriesland – Oldenburg
16.30 Uhr Kaffeeepause im Hotel 

18.00 Uhr Alte Kirche Rhede Konzert  Eintritt 12,- / erm. 8,- € 
"Frysicum - Musik und Tanz aus Friesland und Ferrara
um das Jahr 1480" 
Ensemble Super Librum Marian van der Heide (NL) –
Gesang; Paul Gerhardt Adam (D) - Gesang, Fiedel; Rene
Genis (NL) – Plektrumlaute; Jankees Braaksma (NL) -
Blockflöte, Portativ; Sarah Walder (USA) – Fiedel;Tomas
Flegr (CZ) - Orgel, Portativ
RenaiDanse (CH) Veronique Daniels (CH) – Tanz; 
Carles Mas (F) - Tanz, Einhandflöte
Es erklingen Chansons und Tänze des 15. Jh.  mit Orgel,
Gesang und Instrumenten. Die Tänzer tanzen zu
improvisierten (= super librum) Kontrapunkten zu
einstimmigen Tanzmelodien, ausgeführt von
Instrumentalisten, Orgel und Sänger. Auch der Organist
improvisiert einen Kontrapunkt, wozu die Tänzer ihre